Raphael war und ist entschlossen sein Leben zu geniessen

Am Spielpatz tobt er gleich so wie die Buben in seinem Alter. Kaum zu glauben, dass er für sein Leben so früh kämpfen musste.

Raphael Heer (4) kam per Not-Kaiserschnitt. Er wurde den Eltern gar nicht gezeigt, nur haben sie ein Polaroid mit tausend Schläuchen am Körper zur Ansicht bekommen. 45 Minuten haben die Ärzte versucht den Kleinen wiederzubeleben,… sie sagten den Eltern: „Der kommt nicht wieder“. Doch der kleine Raphael entschloss sich seine Chance am Kittel zupacken und sein Heldenstück vorzuführen.

„Er überlebte zwar, aber wir bekamen die Diagnose spastische Kinderlähmung, schwerste körperliche, geistige Behinderung.“

Doch Familie Heer aus Bobingen (Kreis Augsburg) gab auch nicht auf. Im Internet stießen die Eltern auf das Weltraum-Training des Adeli Medical Center in der Slowakei.

Die Spezialklinik setzt für den Aufbau neuer Nervenzellen auf Antigravitations-Training (wie in Schwerelosigkeit) in einem Raumfahrtanzug. Das Besondere ist die Intensität: 6 Tage die Woche je 3 bis 5 Stunden lang und mit je 2 bis 3 Therapeuten.

Die Nachbarn sammelten Spenden um Raphael diese Therapie zu ermöglichen und warfen jeden Abend Kuverts in den Briefkasten. „Wir haben nur noch geheult.“ sagen mit Ergriffenheit die Eltern.

Resultat: Vor wenigen Wochen macht der Bub erste Schritte und an der Hand kann er schon laufen. Die Therapie möchten die Eltern mit Unterstützung noch fortsetzen, da die Fortschritte überzeugend sind.